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Die elektronische Post

Ein Beispiel: Sie haben gerade eine tolle Werbung für Ihr neues Gerät entworfen und möchten sie von Ihrem Geschäftsfreund in Amerika überprüfen lassen. Sie schicken ihm rasch eine elektronische Post (Electronic Mail, E-Mail) über das Internet. Dieser holt sich das Dokument auf seinen Bildschirm, bringt ein paar Korrekturen an und schickt Ihnen das Dokument zurück. Beide bezahlen für diese Transatlantik-Operation nicht mehr als ein paar Pfennige - wesentlich weniger als für ein Telefongespräch.

E-Mail: Inzwischen ist es schick, eine E-Mail-Adresse auf der Visitenkarte zu haben. Auch in Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften finden sich Mail-Adressen der Autoren und Herausgeber als Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Der 'Klammeraffe' wird in Namen von Produkten, Firmen und Zeitschriften als Ersatz für das 'a' verwendet (sprachlich ein Paradox, denn das ASCII-Zeichen '@' wird 'at' ausgesprochen).
Bei E-Mail (auch 'Email', 'e-mail' oder schlicht nur 'Mail' genannt) handelt es sich um einen schnellen, bequemen Weg, Nachrichten bzw. Dokumente zwischen Rechnersystemen mit dem gewünschten Partner auszutauschen. Obwohl E-Mail der einfachste (und auch wohl älteste) netzübergreifende Dienst ist, will ich ihn etwas ausführlicher behandeln. Die anderen Dienste sind dann um so leichter zu verstehen.

Computer, die mit einem Multiuserbetriebssystem ausgestattet sind, also Systeme, bei denen mehrere Anwender (quasi-)gleichzeitig arbeiten können, besitzen nahezu alle die Möglichkeit, daß sich diese Anwender auch untereinander verständigen können. Das geschieht mittels eines kleinen Programms, das es ermöglicht, Nachrichten zu schreiben und diese dann an einen gewünschten Empfänger zu schicken. Der Adressat erhält dann beim nächsten Login den Hinweis auf neu eingegangene Post. Je nach Verbindung zu anderen Rechnern wird die Nachricht direkt zum Empfänger geschickt oder über einige Zwischenstationen geleitet (hier zeigt sie die Analogie zur althergebrachten Post).
Für diese Art des Versendens von Mitteilungen hat sich sehr schnell der englische Begriff 'Mail' (auf deutsch 'Post') eingebürgert. Und da es sich nicht um eine Post im üblichen Sinne handelt, also auf Papier geschrieben und im Umschlag überreicht, bezeichnet man das Ganze als 'Electronic Mail' oder kurz 'E-Mail'. Auch im Deutschen haben sich die englischen Begriffe 'Mail' und 'E-Mail' etabliert. Wird ein Computer an ein Netz angeschlossen, kann die E-Mail nicht nur an Benutzer auf dem lokalen System, sondern auch an Benutzer jedes Rechners im Netz versendet werden. Ist das Netz seinerseits an das Internet angeschlossen, kann die E-Mail prinzipiell an jeden Benutzer eines Rechners im Internet versendet werden.

Die E-Mail gewann in den letzten Jahren spürbar an Bedeutung, sowohl in der Wirtschaft als auch in der Technik, da es sich gezeigt hat, daß diese Art der Kommunikation die schnellste ist, die es gibt. Es ist eine Tatsache, daß die Erfolgsquote bei der E-Mail sogar noch höher liegt als beim Telefon.
Mit Erfolgsquote ist gemeint, daß man die Nachricht nach dem Absenden vergessen kann; man muß nicht warten, bis man den Empfänger eventuell erst nach mehreren Versuchen erreicht (z. B. mehrmals Anrufen oder warten, bis das Faxgerät beim Empfänger frei ist). Heutzutage ist E-Mail nicht nur mehr auf einem Mehrbenutzer-Computersystem üblich. Man verteilt vielmehr die Post an andere Rechner, so daß überregionale Kommunikation per E-Mail abgewickelt werden kann.

Weg eines normalen Briefes

Electronic Mail ist in vielen Bereichen analog zur normalen sogenannten gelben Post aufgebaut (von den Fans der Electronic Mail auch 'snail mail' = Schneckenpost genannt). Deshalb soll zuerst noch einmal der Lebensweg eines (normalen) Briefes aufgezeigt werden. Ein normaler Brief, z. B. ein Geschäftsbrief, besteht aus zwei Teilen. Zuerst kommt der Briefkopf mit den Adressen von Empfänger und Absender, dem Datum, einer Betreffzeile usw. Darauf folgt der eigentliche Inhalt des Briefes und eventuell ein paar Anlagen. Nachdem der Brief geschrieben wurde, wird er in einen Umschlag gesteckt und dieser Umschlag mit der Adresse des Empfängers und des Absenders versehen. Zusätzlich kann er spezielle Versand-Vermerke bekommen.
Anschließend wird der Brief in einen gelben Briefkasten der Deutschen Bundespost geworfen. Der Briefkasten wird geleert und die Briefe werden zu einem Postamt gebracht. Dort werden sie sortiert, und es wird entschieden, wohin der Brief als nächstes gebracht werden soll. Es kann sein, daß der Brief im gleichen Postamt bleibt, oder aber er wird von einem Postamt zum anderen weitergegeben, bis er bei dem Postamt landet, in dessen Zustellbezirk der Empfänger wohnt. Ein Postbote bekommt den Brief und liefert diesen in den Briefkasten des Empfängers aus bzw. übergibt ihn ei- genhändig an den Empfänger, wenn der Brief ein Einschreiben ist. Oder aber der Brief kommt in ein Postfach an diesem Postamt. Der Umschlag wird entfernt, der Brief wird gelesen, dann weggeworfen oder in einer Ablage aufbewahrt.

Weg eines elektronischen Briefes

Auf einem Computer wird mit einem Editor der Inhalt des Briefes in eine Datei geschrieben und mit Hilfe eines Mail- Programms mit Umschlag und Empfängeradresse versehen und in die Ausgangs-Mailbox gelegt. Den ersten Teil des Briefes nennt man 'Header', den Inhalt und die Anlagen 'Body Parts'. Der Umschlag heißt auf englisch 'Envelope' (letzterer hat hauptsächlich etwas mit dem Übertragungsprotokoll zu tun, der Normalanwender bekommt ihn nicht zu Gesicht). D. h. eine Mail, die an das Mail- System übergeben wird, besteht aus dem Envelope, dem Header und einem oder mehreren Body Parts. Die Postboten und Postämter nennt man 'Message Transfer Agents' (MTA), die zusammen das 'Message Transfer System' (MTS) bilden. Dieses MTS sorgt dafür, daß eine Mail von einem Rechner zum anderen gelangt.
Beim Ziel-MTA angelangt, wird die Mail in die Eingangs- Mailbox des Empfängers gelegt. Der Empfänger kann sich dann mit Hilfe eines Mail-Programms seine Mail aus dem Postfach in seine Eingangs-Mailbox holen und lesen. Wenn er sie danach nicht wegwirft, wird er sie in eine Ablage kopieren, die man 'Folder' nennt. Die Benutzeroberfäche zum Erstellen einer Mail, die Eingangs- und Ausgangs-Mail-Boxen, die Folder und eine eindeutige Mailadresse zusammen nennt man den 'Mail User Agent' (MUA) oder 'Mailer'.

Je nach verwendetem Mail-System gibt es meist noch weitere Funktionen, z. B. das Weiterleiten von Nachrichten (ggf. mit Kommentar), Versenden von Nachrichten an mehrere Empfänger, Benachrichtigung des Versenders einer Nachricht, daß Mail beim Empfänger angekommen und gelesen wurde. Übrigens, wenn Sie nur den Rechner, aber nicht die genaue Benutzerkennung wissen, dann schreiben Sie versuchsweise an den 'postmaster' des Systems. Der 'postmaster' ist die Mail-Adresse, bei der alle Fehlermeldungen, aber auch Anfragen von außen, z. B. nach Benutzerkennungen, anlaufen. Dahinter versteckt sich normalerweise der Systemverwalter.
Briefe, die an einen anderen Computer gehen, werden in der Regel sofort abgeschickt, so daß sie der Empfänger im Internet in kurzer Zeit erhält. Briefe, die innerhalb eines Systems verschickt werden, erreichen ihren Empfänger ein paar Sekunden nach dem Abschicken.
Rechner mit direkter TCP/IP-Verbindung tauschen ihre E-Mail direkt aus. Das Protokoll heißt SMTP (Simple Mail Transfer Protocol). Hier wird die E-Mail dem Zielrechner direkt zugestellt, mehr dazu im Kapitel 4. Die E-Mail kann nicht nur mit über das Netz transportiert werden, sondern auch z. B. über eine Modemverbindung über die normale Telefonleitung, weshalb wesentlich mehr Rechner via E-Mail erreichbar sind als im Internet existieren. Auch die Benutzer von Mailboxnetzen wie Compuserve, AOL oder T-Online sind per E-Mail erreichbar. Außerdem gibt es auch Erweiterungen der Mail-Software, die das Nachsenden der elektronischen Post an jeden Ort der Welt oder das Bereithalten zur Abholung ermöglichen. Es gibt sogar automatische Antwortprogramme (z. B. für Infodienste).

Was ist MIME?

Der erste Mail-RFC 822 legte in erster Linie den Standard für Kopfzeilen in der elektronischen Post fest. Dort wurde unterstellt, beim Inhalt des Briefes handele es sich um reinen ASCII-Text. Wer Dateien versenden wollte, die Zeichen enthielten, welche nicht unter den 128 Zeichen des ASCII-Alphabets vorkamen, mußte die Datei so codieren, daß sie nur noch aus ASCII-Zeichen bestand.

MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) fügt diesem Standard vier weitere Felder hinzu, die genauer den Inhalt des Briefes spezifizieren. Aus diesen Feldern kann das Post-Programm, so es diese berücksichtigt, entnehmen, welche anderen Programme aufzurufen sind, um z. B. ein Bild darzustellen. Das heißt nicht, daß die Daten im Brief nicht codiert würden, aber ein MIME-konformes Post-Programm bietet die Möglichkeit, alle Codierungsvorgänge zu automatisieren.

Das erste Feld, welches der MIME-Standard definiert, heißt MIME-Version:. Bislang gibt es nur die Version 1.0, so daß der Eintrag 1.0 dem Standard genügt. Mit der Verwendung dieses Feldes wird dem Post-Programm signalisiert, daß der Inhalt des Briefes mit dem MIME-Standard konform geht.

Kannte der RFC 822 zwei Teile eines Briefes, nämlich den Kopf und den Text, so können Briefe im MIME-Format aus mehreren Teilen bestehen. Die Zeile MIME-Version: 1.0 muß nur einmal im Kopf des Briefes auftauchen. Die anderen Felder, welche der MIME-Standard definiert, können öfter verwendet werden. Sie beschreiben dann jeweils die Einzelteile, aus denen der Brief besteht. Ein Beispiel:

...
MIME-Version: 1.0
Content-Type: MULTIPART/MIXED; BOUNDARY="8323328-2120168431-
824156555=:325"
                                          
--8323328-2120168431-824156555=:325
Content-Type: TEXT/PLAIN; charset=US-ASCII

Textnachricht....

--8323328-2120168431-824156555=:325
Content-Type: IMAGE/JPEG; name="teddy.jpg"
Content-Transfer-Encoding: BASE64
Content-ID: <Pine.LNX.3.91.960212212235.325B@localhost>
Content-Description: 
/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD//gBqICBJbXBvcnRlZCBmcm9tIE1JRkYg
aW1hZ2U6IFh0ZWRkeQoKQ1JFQVRPUjogWFYgVmVyc2lvbiAzLjAwICBSZXY6
[..]
se78SaxeW7Qz3zeW33tqqu7/AHtv3qyaKmOGox96MSeSIUUUVuUFFFFABRRR
RZAFFFFABRRRTAKKKKACiiigAooooA//2Q==
--8323328-2120168431-824156555=:325--
Mit dem Feld "Content-Type:" wird der Inhalt eines Briefes beschrieben. Im Kopf des Briefes legt das Feld "Content-Type:" den Aufbau des ganzen Briefs fest. Das Stichwort Multipart signalisiert, daß der Brief aus mehreren Teilen besteht. Der Untertyp von "Multipart" Mixed liefert den Hinweis, daß der Brief aus heterogenen Teilen besteht. Der erste Teil dieses Beispiels besteht denn auch aus Klartext, und der zweite Teil enthält ein Bild. Die einzelnen Teile des Briefes werden durch eine Zahlenkombination eingegrenzt, die im Kopf des Briefes im Feld "Boundary" festgelegt wurde. Diese Grenze (Boundary) ist nichts weiter als eine eindeutig identifizierbare Zeichenfolge, anhand derer die einzelnen Teile einer E-Mail unterschieden werden. Ein MIME-konformes Post-Programm sollte anhand dieser Informationen jeden einzelnen Teil adäquat darstellen können. Im Feld "Content-Type:" können sieben verschiedene Typen festgelegt werden, die jeweils bestimmte Untertypen zur genaueren Beschreibung des Inhalts umfassen:
  • text: plain, enriched, html
  • multipart: mixed, alternative, parallel, digest
  • message: rfc822, partial
  • image: jpeg, gif
  • audio: basic
  • video: mpeg
  • application: octet-stream, PostScript, active
Die Typen "image", äudio", "video" sprechen für sich selbst. Der Typ "message" sollte dann verwendet werden, wenn der Brief einen anderen Brief enthält. (z. B. einen weitergeleiteten Brief). Der Typ äpplication" ist für die Beschreibung ausführbarer Programme gedacht.

Dem Typ "text" kann noch der Parameter "charset:" beigefügt werden. Die Vorgabe der Programme lautet in der Regel "charset: us-ascii". Anstelle von üs-ascii" kann hier auch "iso-8859-1" eingetragen werden. Inzwischen werden auch vielfach E-Mails, markiert durch "text/html", wie HTML-Seiten codiert (beim Netscape-Browser ist sogar Klartext und HTML-Darstellung voreingestellt, man bekommt den Brief also doppelt).

Über kurz oder lang stößt wohl jeder Benutzer der elektronischen Post auf folgende Zeichen: =E4, =F6, =FC, =C4, =D6, =DC, =DF; im Klartext: ä, ö, ü, "A, "O, "U, ß. Für den Fall, daß der Brief Zeilen enthält, die länger als 76 Zeichen sind, erscheint ein "="-Zeichen am Ende der Zeile für den automatischen Zeilenumbruch. Verantwortlich für dieses Phänomen ist der Eintrag "quoted-printable" im Feld "Content-transfer-encoding". Mit der Vorgabe "quoted-printable" soll ein MIME-konformes Post-Programm alle Zeichen, deren Wert größer als 127 ist, hexadezimal mit einem vorangestellten Gleichheitszeichen darstellen, und es soll Zeilen, die länger als 76 Zeichen sind, umbrechen. Unter Umständen werden noch einige andere Zeichen codiert. Einige Post-Programme verwenden von vornherein "quoted-printable", obwohl eine andere Belegung des Feldes möglich ist; z. B.: "7bit", "8bit", "binary", "base64". Die ersten drei signalisieren allgemein, daß keine Codierung vorgenommen wurde. "7bit" signalisiert insbesondere, daß ein Brief reine ASCII-Zeichen enthält; "8bit", daß ein Brief über den ASCII-Zeichensatz hinausgeht, und "binary", daß es sich um 8-Bit-Zeichen handelt, wobei die Zeilenlänge über 1000 Zeichen hinausgehen kann. Ein mit "base64" codierte Teil des Briefes besteht nur noch aus Zeichen, die mit 7 Bit dargestellt werden können. Der Vorteil dieses Codierungsverfahrens besteht im Gegensatz zu anderen darin, daß diese Untermenge in vielen anderen Zeichensätzen ebenfalls enthalten ist. Damit wird eine fehlerfreiere Übermittlung erreicht, als mit anderen Verfahren.

Base64-Codierung

In Fällen, in denen binäre Dateien (Image, Audio) codiert werden müssen, wird die Encoding-Regel "Base64" verwendet, die Bitfolgen einer byteweise organisierten Datei in ein Alphabet aus 64 Textzeichen des ASCII-Zeichensatzes übersetzt. Da nur 64 Zeichen (lesbare) dargestellt werden, bedeutet dies, daß lediglich sechs Bit zu einem Zeichen zusammengefasst werden. Insgesamt wird die Datei in Gruppen zu 24 Bit (drei Bytes) strukturiert. Das Ergebnis für jede dieser 24-Bit-Gruppen ist eine Folge aus vier ASCII-Zeichen. Die Übersetzung erfolgt seriell nach der Regel einer Code-Tabelle: Zunächst werden die ersten sechs Bit in ein ASCII-Zeichen übersetzt. Das bedeutet, daß vom ersten byte noch zwei Bit uncodiert sind. Diese beiden Bit des ersten bytes sowie die ersten vier Bit des folgenden bytes werden in ein Zeichen übersetzt und so weiter. Das Prinzip ist denkbar einfach, allerdings hat dieses Verfahren, das mittlerweile etabliert ist, einen kleinen Schönheitsfehler, denn die Nachrichten werden in codierter Form bedeutend länger.

Wert Code Wert Code Wert Code Wert Code
0 A 17 R 34 i 51 z
1 B 18 S 35 j 52 0
2 C 19 T 36 k 53 1
3 D 20 U 37 l 54 2
4 E 21 V 38 m 55 3
5 F 22 W 39 n 56 4
6 G 23 X 40 o 57 5
7 H 24 Y 41 p 58 6
8 I 25 Z 42 q 59 7
9 J 26 a 43 r 60 8
10 K 27 b 44 s 61 9
11 L 28 c 45 t 62 +
12 M 29 d 46 u 63 /
13 N 30 e 47 v    
14 O 31 f 48 w    
15 P 32 g 49 x    
16 Q 33 h 50 y    
Padding:       = Quelle: RFC 2045

Der Begriff "Text" ist nicht damit gleichzusetzen, daß das Ergebnis der Codierung auf den ersten Blick lesbar ist. Die Buchstaben, Ziffern und die Zeichen "+", "/" und "=" dienen lediglich als Symbole für die entsprechenden Bitfolgen. Die Tabelle zeigt die Übersetzung gemäß "Base64", wobei die Angabe der Werte in den zu übersetzenden Bitfolgen (jeweils sechs Bit) in dezimaler Schreibweise erfolgt. Das Zeichen "=" hat eine besondere Bedeutung, denn es dient als Füllzeichen (Padding), wenn die Menge der zu übertragenden Zeichen aus den Quelldaten kein Vielfaches von vier darstellt. Die Übertragung dieser Zeichen erfolgt in Textzeilen, die maximal 76 Zeichen beinhalten. Alle nicht im Base64-Alphabet definierten Zeichen einschließlich Zeilenumbrüchen werden bei der Decodierung ignoriert.

Was bei E-Mail schiefgehen kann

Natürlich können auch bei E-Mail Probleme auftreten. Schließt man allerdings aus, daß das eigene System nicht korrekt aufgesetzt ist, der POP nicht korrekt arbeitet oder der Name-Server nicht funktioniert, so verbleiben folgende häufigeren Fehlerquellen:
  • Die Adresse ist falsch.
    Dabei kann entweder der Adressat selbst nicht existieren oder falsch geschrieben sein oder Sie haben einen Fehler bei der Angabe der Domain-Angabe (des Mail-Servers) gemacht. Nach einiger Zeit kommt dann die Mail mit etwa folgender Nachricht zurück:
       From: Mail delivery Subsystem
       Subject: Returned mail: Host unknown
       (Name server: ns.e-technik.fh-muenchen.de: host not found) 
    
    oder
       From: Mail delivery Subsystem
       Subject: Returned mail: User unknown 
    
    überprüfen Sie nochmals die Adreßangabe. Haben Sie bei einer Mail-Adresse in einem anderen Netzwerk die Übersetzungskonventionen richtig beachtet?
  • Der Mail-Server ist nicht erreichbar.
    Versuchen Sie es später nochmals. Haben Sie weiterhin Probleme, sollten Sie sich mit Ihren Provider (telefonisch oder per FAX) in Verbindung setzen.
  • Der Name-Server kann den Namen des Mail-Servers nicht auflösen.
    Auch hier sollten sie es später nochmals versuchen.
  • Die Mail ist beim Empfänger verstümmelt oder kann nicht gelesen werden.
    Wahrscheinlich haben Sie eine unpassende Codierung verwendet oder der Empfänger kann nur reinen ASCII-Text im Mail-Programm anzeigen.
  • Sie erhalten eine Mail mit Anhängen, können diese jedoch nicht anzeigen oder bearbeiten.
    Erkundigen Sie sich beim Absender, in welchem Format der Anhang sein soll. Hier ist Abstimmung erforderlich.
  • Sie finden eine Mail in Ihrem Posteingang, die zo umfangreich ist.
    Die Mail ist so groß, daß die Übertragung gar nicht möglich ist oder zu lange dauert und damit zu teuer wird. Sie können die Mail löschen.
  • Sie erhalten Mail mit einem großen, eigenartigen Textstück darin.
    Wahrscheinlich handelt es sich um mittels uuencode codierte Binärdaten im Mail-Anhang, der etwa wie folgt aussieht.

    begin 600 DOKUMENT.DOC
    M(&=R;]]E;B!3>7-T96UE;B!J961O8V@@875C:"!I;2!G;&5I8VAE;B!L;VMA
    M;&5N($YE='H@;V1E<B!S;V=A<B!A=68@9&5M(&=L96EC:&5N(%)E8VAN97(@
    M=VEE(&1E<B!#;&EE;G0@87)B96ET96XN($%U9B!E:6YE;2!296-H;F5R(&OV
    M;FYE;B!M96AR97)E(%-E<G9E<BU0<F]G<F%M;64@;&%U9F5N("T@96EN(%)E
    M8VAN97(@:V%N;B!D86UI="!M96AR97)E(%-E<G9E<BU$:65N<W1E('IU<B!6
    
    .....
    
     
    end
    

    Das Mailprogramm sollte mittels uuencode codierte Mail automatisch und ohne Zutun des Benutzers decodieren können. Ähnlich gelagert ist das Problem, wenn die Datei nach 'base64' codiert ist. Es handelt sich dabei um eine MIME-codierte Anlage. MIME-Mails sind typischerweise an den eingestreuten Steuerzeilen (Content-Type: application/octett-stream) und Trennzeilen (--==================_8769453AF34==_) erkennbar.

Was bedeutet "AW:" im Header?

Das bedeutet, daß Ihr Mailpartner Microsoft Outlook verwendet. Dort wird unter der Prämisse "Internationalisierung" alles gnadenlos in die Sprache des jeweiligen Landes übersetzt. So wird aus "Re:" für "reply" nun "AW:" für "Antwort". Dabei haben die Microsoftis aber übersehen, dß "Re:" im entprechenden RFC-Dokument festgelegt wurde, also gar nicht übersetzt werden darf (das hat aber Microsoft noch nie gestört, in einer Windows-3.1-Version wurde sogar die Druckersprache Postscript mal eingedeutscht). Um lange "Re: AW: Re: AW: ..."-Ketten zu vermeiden, kann man Outlook auch wieder RFC-konform machen.
Gehen Sie dazu ins Menü "Extras, Optionen". Auf der Rgistrierkarte "E-Mail-Format" klicken Sie auf "Internationale Optionen" und aktivieren Sie "Nachrichtenkennzeichnungen in Englisch" und "Kopfzeilen von Antworten und Weiterleitungen in Englisch". Damit ist Outlook RFC-fest. Alle anderen Outlook-Funktionen und -Menüs bleiben natürlich in Deutsch. Bei Outlook Express finden Sie die Optionen unter "Extras. Optionen" und dann in der Registrierkarte "Senden" unter "Internationale Einstellungen". Nach diesen Änderungen ist Outlook nicht nur mit allen Mailprogrammen kompatibel, die sich an die Internet-Standards halten, sondern auch Sie selbst outen sich als Fachmann in Sachen E-Mail.
Spam-Server "Grum" abgeschaltet

Für alle die sich schon immer über zuviel Spam im Postfach geärgert haben gibt es eine gute...

TYPO3 Version 4.7 verfügbar

Die finalen Version des TYPO3 CMS Version 4.7 ist veröffentlicht worden. In TYPO3 4.7 wurde...

Schleusingen jetzt mit UTMS versorgt

In Schleusingen ab sofort mit bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde im Internet surfen....

neuer RC TYPO3 4.7 veröffentlicht

Der neue Release-Kandidat 2 von TYPO3 4.7 wartet mit einer Vielzahl neuer Funktionen auf, außerdem...

TYPO3 4.4.12, 4.5.8 und 4.6.1 sind online

Heute wurde bekannt gegeben, dass ab sofort TYPO3 4.4.12, 4.5.8 und 4.6.1 zur Verfügung stehen. Es...

Das Hennebergische Gymnasium Schleusingen hat eine neue Website !

Nach langen Wochen der Erstellung und Redaktionsschulung ist die neue Website www.gym-schleusingen...