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Kommerz im Internet

Landauf, landab wird den Entscheidern in den Unternehmen erzählt, wie wichtig es ist, sich auf Online-Kommunikation vorzubereiten (richtig!), daß man mit Internet sehr einfach Geld verdienen kann (falsch!), weil 100 Millionen Internet-Benutzer nur darauf warten, auf den multimedialen WWW-Seiten der Unternehmen Geld auszugeben (auwei!). Auch auf die Gefahr hin, als Spielverderber zu gelten, zunächst ein paar Warnungen und dann die positiven Seiten:

1 Warnungen (was nicht geht)

  • Das Internet ist aus einer anarchischen Goodwill-Struktur auf Gegenseitigkeit entstanden. Auch wenn es heute so scheint, als seien die kommerziellen Anwendungen der primäre Inhalt des Internet, so täscht das. Wie schom im ersten Kapitel gesagt, sollte man Internet (das Transportmedium) und WWW (einer von vielen Internet-Diensten) nicht in einen Topf werfen. Wer hier besonders schlau sein will, bekommt schnell Ärger. Aktive Werbung hat im Internet (speziell in den Newsgruppen oder als E-Mail) etwa das gleiche Image wie Kakerlaken: Man meidet sie, wo man kann, die Initiatoren werden bestenfalls geächtet, schlimmstenfalls beschimpft und bekämpft. Das liegt auch daran, daß noch immer viele Teilnehmer das Datenvolumen oder die Übertragungszeit bezahlen müssen - also auch die unverlangt zugesandte Werbung.

  • Das Internet ist noch nicht besonders gut darauf ausgelegt, Geldgeschäfte zu tätigen. Näheres dazu weiter unten.

  • Das 'World Wide Web' ist zwar theoretisch multimedial, bleibt aber im Kern eine Hyperlink-Oberfläche eines für Textübertragung ausgelegten Netzes. Die in den Text eingestreuten Bildchen und Animationen ändern auch nichts an dieser Tatsache. Große Bilder und Textdateien erfordern für nicht optimal angebundene Teilnehmer lange Übertragungszeiten und machen so die WWW-Seiten uninteressant.

2 Vorteile der Internet-Nutzung:

  • Über E-Mail kann man schnell und einfach mit Kollegen und Kunden kommunizieren. Im Gegensatz zum Fax kann der Empfänger die Daten gleich im Computer weiterverarbeiten. Je mehr Firmen über E-Mail erreichbar sind, desto höher ist die Chance, per E-Mail Bestellungen (Ein- und Verkauf) abzuwickeln. Vertreter können per E-Mail mit der Zentrale in Kontakt bleiben. Bei Internationalen Firmen entfällt das Problem der Zeitverschiebung.
  • Supportleistungen sind schnell an den Kunden zu bringen (E-Mail, FTP- oder WWW-Server). Aber Vorsicht, ein schlecht gepflegtes Angebot schadet mehr als gar keines. Das Netz bietet die Möglichkeit, eigene Informationen zu veröffentlichen.
  • Durch Beobachten des Netzes können Koperationspartner oder auch neue Entwicklungen erkannt werden. Zahllose WWW- und FTP-Server bieten Software aller Art (auch als Quelle) und massenhaft Dokumente.
  • Die Geschwindigkeit, mit der Informationen verbreitet werden können, läßt sich von keinem anderen Medium erreichen. Sobald die Info auf dem eigenen WWW- oder FTP-Server bereitliegt, ist sie auch weltweit abrufbar.

3 Tips für Internet-Unternehmer

  • Schauen Sie sich an, was der Mitbewerber so treibt.
  • Holen Sie Angebote von verschiedenen Providern ein. Manchmal ist eine höhere Monatspauschale günstiger, als eine Rechnungstellung nach Zeit oder tatsächlich übertragenen Daten.
  • Es reicht nicht, sich im Netz zu präsentieren. Wichtig sind:
    • ansprechende, speicheroptimierte WWW-Seiten (keine Riesenbilder)
    • stimmiges, durchgängiges Konzept
    • gute Öffentlichkeitsarbeit
    • passendes Umfeld
  • Ist die Homepage fertig, dann sollte man sie bei allen einschlägigen Suchmaschinen und -Verzeichnissen registrieren.
  • Online-Seiten leben von der laufenden Aktualisierung.
  • Auf Anfragen sofort reagieren, sonst ist der Kunde enttäuscht (z. B. E-Mails innerhalb eines Tages beantworten).
  • Pfusch am Anfang rächt sich

4 Electronic Commerce

Da alle Datenpäckchen, die durch die weite Welt reisen, von jedermann abgehört werden können, ist die Weitergabe von beispielsweise Keditkartendaten nicht zu empfehlen. Wobei auch hier manchmal übertrieben wird, auch ein Kellner kann mit Ihrer Kreditkarte ein paar Blankobelege herstellen und er hat sogar ein Unterschriftsmuster zum Nachmachen.

Bis Ende 2000 gibt es in Deutschland mehr als 20000 Unternehmen mit Standleitungsanschluß ans Internet. BEi allen Formen des E-Commerce kommt der sicheren Datenübertragung im Netz eine besondere Bedeutung zu.

Unter "Electronic Commerce" versteht man Handel und Dienstleistungen aller Art über das Internet. Unterschieden werden dabei unter anderem folgende Bereiche:

  • Electronic Banking
    Im Juni 1998 wurden 3.5 Millionen von insgesamt 80 Millionen Girokonten in Deutschland online verwaltet, davon 93% bei T-Online. Verwendete Sicherungstechniken:
    • Geschlossenes Netz: T-Online ist ein Online-Dienst mit eigenem Angebot (Mailboxsystem). Die Daten gehen nicht ins allgemeine Internet. Homebanking erfolgt mit einer eigenen Bedienoberfläche.
    • HBCI 2.0: Java-Anwendung, integriert in die Verfahren der Deutschen Bank, der Bank 24, der Landesgirokasse Stuttgart u.a.
    • Verschlüsselung: Die Hypovereinsbank hat eine offizielle Ausfuhrgenehmigung der US Regierung für eine 128-Bit-Verschlüsselung, realisiert mit ActiveX Controls.
    • Spezialsysteme, in der Regel Eigenentwicklungen: z.B. SafePassage-Proxy bei der Commerzbank oder eine Sammlung zertifiziertzer Active-X Skripten bei der HypoVereinsbank.
    Gemeinsam sind fast allen Verfahren die Verwendung von PIN (Personal Identification Number) und TAN (Transaction Number), ansonsten sind sie nicht kompatibel. Lösungen, die umfangreiche Softwarekomponenten auf den Heimrechner transportieren, setzen entspechend lange Login-Zeiten voraus. Oft genügt ein einmaliger Download der entsprechenden Software. Eine Transaktion kann schlimmstensfalls teurer werden als bei der herkömmlichen Bank um die Ecke.

  • Electronic Cash
    Hier existieren verschiedene nicht miteinander kompatible Verfahren, z. B. Cybercash oder E-Cash. Die "anonyme" Buchung von Bargeld auf einer Chipkarte fällt nicht unter den Begriff E-Cash.

  • Business-to-Consumer B2C
    Unter B2C versteht man alle E-Commerce-Beziehungen zwischen kommerziellen Anbietern und Endbenutzern. Typische Bereiche, in welchen sich für Endbenutzer signifikante Vorteile gegenüber traditionellen Handelsformen ergeben, sind die Auswahl und der Verkauf von
    • Tickets und Reservierungen,
    • Modeartikeln (z. B. Kleidung, Schuhe, Accessoires),
    • Telekommunikationsgeräten,
    • Geschenkartikeln im weitesten Sinne.
    Bei Internet-Auktionen werden via WWW von beliebigen Endbenutzern die Daten eines zu verkaufenden Gegenstandes (oder einer Dienstleistung) auf einer Web-Seite eingetragen. Der betreffende Web-Server wird als kommerzielle Seite von einem Internet-Auktionshaus bereitgestellt.
    Beim Power Shopping werden im WWW die Kaufwünsche von vielen Endbenutzern gesammelt und dann zur Erzielung eines niedrigeren Preises gebündelt an den Anbieter eines Produktes geleitet.
    Die Internet-Marktforschung ist derzeit ein schnell wachsendes Anwendungsgebiet mit hohem Potential. Vergleiche aus der Medienbranche zeigen, daß dabei die Umfrage per Internet Resultate ergibt, die nahezu identisch denen einer klassischen Befragung sind.
    Neben der Abwicklung von einfachen Bankgeschäften (Internet-Banking, s. o.) ist der Wertpapierhandel über das Internet von Bedeutung, der von Banken ebenso wie von spezialisierten Discount-Brokern angeboten wird.

  • Business-to-Business B2B
    Unter B2B versteht man alle E-Commerce-Beziehungen zwischen kommerziellen Anbietern und Nutzern ohne Einbeziehung von Endverbrauchern.

    Electronic Data Interchange EDI ist die Sammelbezeichnung für den Datenaustausch zwischen den EDV-Anlagen von Unternehmen. Bei der elektronischen Beschaffung (E-Procurement) handelt es sich um die Intemet-basierte Beschaffung von Waren aller Art für die Zwecke von Firmen. Dabei können bis zu 80% des Beschaffungsaufwandes eingespart werden.
    Application Service Provider sind Firmen, die bestimmte EDV-Anwendungen im Internet professionellen Kunden zur Verfügung stellen, welche diese sonst aus Kosten- oder anderen Gründen nicht realisieren würden. Auf diese Weise können z. B. kleine und mittlere Unternehmen CAD-Systeme nach dem Stand der Technik benutzen. Mitarbeiterschulung im Intranet (Teleteaching) ist in Firmen ein wachsender Bereich, da hiermit die Organisationskosten der Schulung drastisch reduziert werden können.

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